Geschichte
Istriens auf Landkarten
Anhand der Karten kann die
wechselvolle Geschichte Istriens auf einfachste und nachvollziehbare Weise
dargestellt
werden, insbesondere die jeweilige kulturelle oder politische Zugehörigkeit,
etwa zum padanischen Kreis, zur Castellieri-Kultur, zur italienischen Region
Roms, zu Byzanz
und zum Deutschen Reich, zur Mark Verona und Aquileja, zu
Venedig, zu Italien, zu Österreich, wieder zu Italien,
dann zu Jugoslawien
und schließlich in der heutigen Zeit, dreigeteilt zu Italien, Slowenien und
Kroatien.
Die nördliche Ostküste der Halbinsel
gehört zu Liburnien.
Darauf wird nicht immer im Einzelnen eingegangen.
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16.-13. Jahrh. v. Chr.
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Istrien ist Teil der Kultur des padanischen Kreises in Norditalien
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13. - 1. Jahrh. v.Chr. |
Die Castellieri Kultur herrscht in Norditalien
von Ligurien bis Istrien. An der Ostküste der istrischen Halbinsel
herrschen die Liburni wie
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200 n. Chr. |
Istrien und Venetien werden zusammen die X.
römische Region
Istrien (Histria) gehört mit Venetien (Venetia) zu den römischen zehn Regionen die zusammen Italiae bilden. Im Norden und Osten grenzt an Istrien die römische Provinz Noricum (einschließlich Liburnia, der Nord- Ostküste der Halbinsel), im Süden über das Meer die Provinz Dalmatia. - Römische Städtegründungen in Istrien: Pola, Parentium, Ningum, Pinguentium, Caprea, Tergeste. - Römische Villenkultur entlang der Küste
insbesondere bei Pola, Brioni und Parentium.
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700 n. Chr.
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- Bau der prächtigen byzantinischen Basilika in Parenzo.
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um 1000 |
Vergrößerte Karte zur Zeit der Hohenstaufen
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um 1200 - 1797 |
West-Istrien gehörte zu der nunmehr von
Byzanz unabhängigen Republik Venedig während Nord-Ost-Istrien
und Liburnia zu der Mark Verona und Aquileja gehörte.
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um 1700
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1798-1804
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Nach dem Zusammenbruch der Republik Venedig in Folge des Sieges der napoleonischen Truppen wurden Venetien und Istrien von Österreich besetzt.
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1805 - 1807
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Istrien und Venetien kamen zusammen mit Liburnien und Dalmatien zum Königreich Italien. Ein kleiner Landstrich in der Mitte der Halbinsel um die Stadt Pisino- Pazin - Mitterburg einschließlich ein nördlicher Teil Liburniens verblieb bei Österreich.
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1808 - 1918 'Küstenland' |
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1919-1947
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Nach dem Zusammenbruch des Kaisertums
Österreich-Ungarn im ersten Weltkrieg kehrte Istrien zurück
an das Königreich Italien.
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1943-1954 Dritte Reich Besatzungszonen Ethnische Säuberungen Exodus |
Von 1943-1944 wurde Istrien zusammen mit Triest als 'Adriatisches Küstenland' dem Dritten Reich angegliedert (Vorbild war das österreichische Küstenland). Partisanen Jugoslawiens trieben ihr Unwesen und terrorisierten die Bevölkerung. Nach dem Sieg der Alliierten über Italien und dem Dritten Reich wurden 1944 Triest und Istrien im Norden einschließlich der Hafenstadt Pola im Süden von den Alliierten besetzt. Der südliche Teil wurde von Jugoslawien mit Unterstützung der Sowjetunion besetzt. 1947 fiel die Stadt Pola an die jugoslawisch besetzte Zone. Die 'adriatische Frage', gemeint ist Istrien, bleibt ungelöst von 1947 bis 1954. Fast die gesamte Bevölkerung floh in einem in der Geschichte Istriens einmaligen biblischen Exodus zu hunderttausenden aus dem Süden in den Norden und nach Italien infolge ethnischer Säuberungen seitens Jugoslawiens. Bis zum Fall der Mauer in Berlin und dem Zusammenbruch der Sowjetunion waren diese Massenvertreibungen ein Tabuthema, damit Jugoslawien dem Westen nicht den Rücken kehrt.
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1954 -1991
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Die südliche Besatzungszone und der größte Teil der nördlichen Besatzungszone fielen auf Druck der Sowjetunion an die Sozialistische Republik Jugoslawien. Nur ein kleiner nördlicher Zipfel kam zusammen mit der Stadt Triest zurück an Italien. Zum ersten Mal in der Geschichte fiel Istrien an den Nachbarn im Osten und wurde von einem slawischen Staat regiert. Erst 1977 mit dem Vertrag von Osimo wurde Istrien endgültig de jure Jugoslawien zugesprochen.
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seit 1991 Aufteilung Istriens:
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Mit dem Zusammenbruch Jugoslawiens erhielt der neugegründte Staat Kroatien den größten südlichen Teil Istriens. Der ebenfalls neugegründetet Staat Slowenien erhielt im Norden Istriens einen Korridor zum Meer. Der nördlichste Zipfel Istriens verblieb bei Italien. Während sich Deutschland und Berlin vereinigten blieb Istrien bis heute dreigeteilt aufgrund der Folgen des zweiten Weltkriegs, des kalten Kriegs der fünfziger Jahre und des Zusammenbruchs des Sozialismus und in Folge dessen der Jugoslawiens. Istriens Bevölkerung leidet heute sowohl wirtschaftlich als auch kulturell unter der Zerrissenheit und den Ansprüchen und Grenzziehungen der drei Nationalstaaten. Von der Europäischen Union ist Istrien allerdings staatenübergreifend als eine einheitliche offizielle 'Europäische Region' anerkannt. Hier liegt denn auch die Zukunft Istriens.
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